Liebe Festivalbesucher, liebe Filmschaffende,
ALFILM 10 – das arabische Filmfestival Berlin, findet vom 3. bis 11. November 2010 statt.
Die Filme
ALFILM präsentiert aktuelle Filme aus der arabischen Welt, die ästhetische und/oder thematische Relevanz haben. Wir freuen uns, Ihnen auch in diesem Jahr wieder ein interessantes Programm präsentieren zu dürfen.
Hauptprogramm
Wir zeigen aktuelle Spielfilme, Dokumentarfilme und Kurzfilme, die nicht älter als drei Jahre sind, in einem arabischen Land produziert oder von einem arabischen Land koproduziert wurden, von einem arabischen Filmemacher oder einer arabischen Filmemacherin stammen oder ein Thema aufgreifen, das in engem Bezug zur arabischen Welt steht.
FOKUS 10
Das Thema des FOKUS in ALFILM 10 ist »Migration«.
Im FOKUS 10 werden Filme zu sehen sein, die das Thema »Migration« aus arabischer Sicht beleuchten. Zum einen zeigt ALFILM 10 im diesjährigen FOKUS Filme, die sich mit dem Leben arabischer Arbeitsmigranten in Europa auseinandersetzen, aber auch die Schwierigkeiten der Rückkehr und der Reintegration der Migranten in ihren Heimatländern in den Blick nehmen. Zum anderen befasst sich der FOKUS 10 mit Migrationsbewegungen aufgrund von Vertreibung oder Landflucht.
In der arabischen Kinematographie ist Landflucht seit jeher ein wichtiges Thema, in dem sich auch die Auseinandersetzung zwischen Tradition und Moderne spiegelt. Krieg und Vertreibung verursachen auch in der arabischen Welt starke Binnen-Migrationsströme, die sowohl das Leben der Flüchtlinge als auch den Alltag in den Auffangländern und -regionen stark verändern.
Mit diesen kaum bekannten und gesehenen Filmen möchten wir die Diskussion über das Thema Migration – auch unter Migranten – bereichern. Eine Podiumsdiskussion wird die Möglichkeit geben, im Gespräch mit Filmemachern Selbst- und Fremdbilder zu hinterfragen.
Specials
ALFILM wird auch in diesem Jahr sein Filmprogramm durch Zusatzveranstaltungen ergänzen.
Neben zwei Podiumsdiskussionen zu den Themen »Arabische Filmemacher zwischen finanzieller Förderung und künstlerischer Freiheit« sowie »Migration« ist – wie im letzten Jahr – ein Abschlusskonzert in Planung.
Hommage
Die Hommage ist in diesem Jahr dem syrischen Regisseur Mohammad Malas gewidmet, einem der bekanntesten Filmemacher des syrischen Autorenkinos. Er wurde 1945 in Quneitra im seit 1967 von Israel besetzten Golan in Syrien geboren und studierte am renommierten Moskauer Filminstitut. Nach seinem Abschluss 1974 kehrte er in seine Heimat zurück, wo er sich als kritischen und gesellschaftlich engagierten Filmemacher einen Namen schuf. Zu seinen wichtigsten Filmen gehören „Dreams of the City“ (1985) und „The Night“ (1993).

